Sparsamkeit vs. Hilfsbereitschaft

2009 April 7
by Bitbuerger

Vielerorts kann man in Bitburg kostenlos parken, nur selten muß man auf kostenpflichtige Parkplätze, z. B. das Parkhaus am Annenhof oder am ZOB ausweichen. Natürlich sind die kostenlosen Parkplätze beliebter.

Unerfreulicherweise sind viele ehrenamtlich Tätige (Schule, Krankenhaus) unter den Zahlenden. Diese sind somit angehalten, für ihre unentgeldliche Hilfsbereitschaft Gebühren zu entrichten oder jedes mal eine Arbeitsbescheinigung in Form eines Protokolls zu riskieren.

Nun liegt die Idee nahe, für ebengenannte Sonderparkrechte einzuführen, mittels  Parkausweise oder ähnlichem (Freiknöllchen klingt gut). Die wenigen Parkplätze, die nun weniger Gebühren abwerfen, werden die Stadt nicht weiter stören. Falsch! „Die Stadt ist so hoch verschuldet… daß sie sich schon lange keine Geschenke mehr leisten kann“ so der Wortlaut eines Stadtratmitglieds. Irrtümlicherweise dachte ich, das Wort „lange“ würde in „finanziellen Stadtangelegenheiten“ einen Zeitraum von mehreren Monaten, wenn nicht sogar Jahren bezeichnen. Der nur wenige Tage alte Ziegenrat erzählt mir etwas anderes. Der Zeitraum der Sparsamkeit und Kostenreduzierung, welcher hier als lange betitelt wird, ist im Volksmund auch als 11 Tage bekannt (sofern man den Tag der Einweihung als Sparstart betrachtet).

Ich finde es unverschämt, die Hilfsbereitschaft anderer so mit Füßen (besser: Ballerinas)  zu treten. Ob man deren Tätigkeit gut oder schlecht heißt spielt keine Rolle, es sind Menschen die sich in Ihrer freien Zeit für die Allgemeinheit engagieren. Es ist mir schleierhaft, wie man solch eine Aussage bzw.  Ansicht der Öffentlichkeit, respektive der lokalen Presse präsentieren kann.

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